Qualitätssiegel

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Die Kriterien – Das FNG-Siegel für nachhaltige Investmentfonds

Das FNG-Siegel für nachhaltige Publikumsfonds trifft zwei Qualitätsaussagen:

        1.  Das Fondskonzept entspricht den geltenden Mindestanforderungen für Nachhaltigkeit.

        2.  Darüber hinaus gibt es besonders anspruchsvolle Ansätze in Bezug auf die Nachhaltigkeitsstrategie.

Mindestanforderungen und besondere Leistungen

Das FNG-Siegel ist der Qualitätsstandard für nachhaltige Investmentfonds im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Methodik des FNG-Siegels basiert auf einem Mindeststandard. Dazu zählen Transparenzkriterien und die Berücksichtigung von Arbeits- & Menschenrechten, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung wie sie im weltweit anerkannten UN Global Compact zusammengefasst sind. Auch müssen die einzelnen Unternehmen des jeweiligen Fonds explizit auf Nachhaltigkeits-Kriterien hin analysiert werden. Investitionen in Atomkraft, Kohlebergbau, bedeutsame Kohleverstromung, Fracking, Ölsande sowie Waffen und Rüstung sind tabu.
Hochwertige Nachhaltigkeits-Investments, die sich in den Bereichen „institutionelle Glaubwürdigkeit“, „Produkt-standards“ und „Selektions- & Dialogverfahren“ besonders hervorheben, erhalten bis zu drei Sterne.

Das FNG-Siegel geht weit über die reine Portfoliobetrachtung hinaus und ist ganzheitlich und aussagekräftig.
Mit über 80 Fragen wird z.B. der Nachhaltigkeits-Anlagestil, der damit einhergehende Investmentprozess, die dazugehörigen ESG-Researchkapazitäten und ein evtl. begleitender Engagement-Prozess analysiert und bewertet. Darüber hinaus spielen Elemente wie Reporting, die Fondsgesellschaft als solche, ein externer Nachhaltigkeitsbeirat und Themen der guten Unternehmensführung eine wichtige Rolle.

Aufbau Methodik FNG Siegel2019 042018

Die Mindeststandards

1. Transparenz- und Prozesskriterien:
Für das zu zertifizierende Produkt muss ein vollständig ausgefülltes FNG-Nachhaltigkeitsprofil vorliegen, in dem die Fondsgesellschaft Informationen über die Nachhaltigkeitsstrategie des Fonds offenlegt. Darüber hinaus muss die verantwortliche Fondsgesellschaft zu den Unterzeichnern des Transparenz Kodex von Eurosif zählen.

2. Analyse des Portfolios nach den drei Kernkriterien Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung:
Die Fondsgesellschaft muss nachweisen, dass der Fonds die von ihm finanzierten Unternehmen nach allen drei Kriterien für Nachhaltigkeit im Unternehmen – Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung – analysiert.

3. Mindestanforderungen an die im Fonds enthaltenen Unternehmen:
Bei der Auswahl von Unternehmen muss der Fonds mindestens folgende Kriterien bzw. Ausschlüsse anwenden:

• Ausschluss von ABC-Waffen, Streubomben und Minen
• Ausschluss von Kernenergie
• Ausschluss Fracking und Ölsande
• Ausschluss von Kohle (Bergbau + bedeutsame Verstromung)*
• Ausschluss bei Verstößen gegen die vier Bereiche des UN-Global Compact:
  • Menschenrechte
  • Arbeitsrechte
  • Umweltschutz
  • Bekämpfung von Korruption und Bestechung

*Gilt erst für das FNG-Siegel 2019

4. Mindestanforderungen an die im Fonds enthaltenen Staaten:
Bei der Auswahl von Staaten muss der Fonds mindestens folgende Kriterien anwenden:

• Einhaltung der Menschenrechte und einer demokratischen Staatsordnung
• Ausschluss bei Nichtratifizierung der UN-Biodiversitäts-Konvention
• Ausschluss von Korruption
• Ausschluss bei Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag

 

Besonders anspruchsvolle Nachhaltigkeits-Strategien:

1. Institutionelle Glaubwürdigkeit: Wie stark engagiert sich der Produktgeber in seinem Unternehmen und in seinem wirtschaftlichen Umfeld für nachhaltige Entwicklungen?

2. Produktstandards: Wie hoch sind die Transparenzstandards? Wie gründlich und streng geht der Fonds bei der Analyse und Bewertung der Unternehmen vor (Qualität des Nachhaltigkeits-Research)?

3. Einflussnahme über Selektion: Welche Anlagestrategien wählt der Fonds, um auf sein wirtschaftliches Umfeld Einfluss zu nehmen?

• Zusätzliche Ausschlusskriterien
• Positivkriterien
  • Best-in-Class-Ansatz oder gleichwertige Auswahlstrategien  
  • Themenfonds (z.B. Fokus auf erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität)

4. Einflussnahme über Dialogstrategien: Versucht der Fondsmanager auf einzelne Unternehmen Einfluss auszuüben? Falls ja, welche Instrumente wendet er dabei an?

• Stimmrechtsausübung oder Aktionärsanträge auf der Hauptversammlung von Unternehmen im Portfolio des Fonds
Dialog mit der Unternehmensführung in Bezug auf kritisch zu bewertendes Verhalten, z. B. zu Kinderarbeit in der Kakaobranche (siehe FNG-Marktbericht Seite 49).

Detaillierte Infos zu den Kriterien und der Punktevergabe finden Sie hier.

Erläuterungen zu den hier genannten Anlageprozessen mit ihren Begrifflichkeiten sind hier auffindbar.

 

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